Stetige Verbesserung mit KATA

„Stillstand ist Rückschritt“, und deswegen ist Kuhn Edelstahl die ständige Weiterentwicklung und Verbesserung bestehender Prozesse besonders wichtig. Mit „KKVP“ (Kuhns kontinuierlichem Verbesserungsprozess) und einem betrieblichen Vorschlagswesen haben wir bereits vor vielen Jahren ein System aufgebaut, das die stetige Optimierung des … Weiterlesen

„Stillstand ist Rückschritt“, und deswegen ist Kuhn Edelstahl die ständige Weiterentwicklung und Verbesserung bestehender Prozesse besonders wichtig. Mit „KKVP“ (Kuhns kontinuierlichem Verbesserungsprozess) und einem betrieblichen Vorschlagswesen haben wir bereits vor vielen Jahren ein System aufgebaut, das die stetige Optimierung des Unternehmens systematisch unterstützt und fördert. In diesem Jahr sind wir einen weiteren Schritt in diese Richtung gegangen und haben die KATA-Systematik in das Unternehmen eingeführt.

Der Begriff KATA stammt ursprünglich aus dem asiatischen Kampfsport und bezeichnet Denk- und Verhaltensweisen, die sich durch stetiges Üben und Anwenden zu Routinen entwickeln, die beinahe reflexartig ausgeführt werden. Bei der Anwendung im Unternehmen geht es dabei darum, Routinen zur kontinuierlichen Verbesserung zu entwickeln. Dabei steht KATA nicht in Konkurrenz zu unserem bestehenden System, sondern soll dieses erweitern, denn es eignet sich vor allem für Probleme oder Ziele, bei denen der Lösungsweg vorab noch nicht bekannt ist. KATA ist eine Lernroutine mit der schrittweise und experimentell Etappenziele in Richtung einer Vision angestrebt werden. Es wird nach Lösungsideen gesucht, experimentiert und daraus gelernt. Immer getreu dem Motto: Kleine Schritte in die richtige Richtung!

Die Bearbeitung einer Problemstellung erfolgt dabei in einem Mentoren-Mentee-Team, das sich in den „KATA-Stehungen“ täglich zu dem aktuellen Projektfortschritt austauscht. Diese Stehungen folgen einem standardisierten Fragenschema, das den Projektfortschritt, die Ableitung von Lernerfolgen und die Entwicklung neuer Ideen fördert. Der Austausch wird durch ein „KATA-Board“ unterstützt und visualisiert. Dabei handelt es sich um eine Tafel, die den aktuellen Ist-Zustand, das angestrebte Ziel sowie die Hürden, Kata 4die aktuell die Zielerreichung verhindern, darstellt. Zudem gibt es ein Feld für die so genannte Lernkarte. Darauf werden die durchgeführten Experimente und erreichten Ergebnisse aufgelistet. So kann sich jeder im Unternehmen schnell über den aktuellen Stand des Projekts informieren und ggf. Ideen einbringen.

Überzeugt von der Methodik haben wir mit vier Pilot-Teams die ersten Selbstversuche gewagt. Die Mentoren und Mentees wurden geschult und beschäftigten sich im Rahmen ihrer KATA-Projekte anschließend mit unterschiedlichen Themen aus der Fertigung und Gießerei. Nach einer Eingewöhnungsphase, in der es vor allem darum ging, die neue Methode zu verinnerlichen und für den „Kuhn-Alltag“ anzupassen, konnten in allen Teams schnell erste Erfolge im Hinblick auf die gesetzte Herausforderung erzielt werden. Die Analyse der Ist-Situation zeigte sich zwar häufig schwieriger als gedacht, und auch der KATA-Prozess musste sich erst einspielen, die Mühe wurde jedoch mit interessanten Erkenntnissen und einigen „Aha-Momenten“ belohnt. Diese Erfahrungen werden in regelmäßigen Reflexionsworkshops ausgetauscht, damit zukünftig noch weitere Bereiche im Unternehmen von der Herangehensweise profitieren können.

Begeistert von den Erfolgen der ersten Gruppen, haben sich zwischenzeitlich weitere KATA-Teams gefunden, die kontinuierlich an der Verbesserung unserer Prozesse arbeiten wollen. Wir freuen uns auf die Ergebnisse und sind gespannt, was wir in der nächsten Zeit mit KATA erreichen können.

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